Literatur - Gutachten der META Group

Entwicklung in der Komponententechnologie
- 10 Thesen aus einem Gutachten für die Triple-S GmbH, Regensburg -
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META Group Germany Research & Consulting
Componentware - Objekttechnologie in neuem Gewand

Die Diskussion über Componentware und Component Based Development erfährt durch Internet und Java immer mehr Schub. Objekt-Technologie bildet dabei in unterschiedlichen Formen die Basis für die zukünftige Art der Anwendungsentwicklung. Visuelle Tools, wie z.B. VISUAL von Triple-S bieten für die Zukunft der Componentware ein gewisses Potential.

  1. Die Softwareindustrie wird sich verstärkt in Richtung komponentenbasierter Technologien orientieren. Begünstigt durch ihre dynamische Entwicklung lassen Java und Internet eine starke Sogwirkung auf die komponentenbasierte Anwendungsentwicklung und damit auf die Schaffung eines Komponentenmarktes erwarten.

  2. Die Geschäftsanforderungen werden unter Einbeziehung neuester Technologien zur treibenden Kraft bei der Entwicklung neuer Applikationen, d.h. der Trend zur Individuallösung wird sich verstärken.

  3. «Make and Buy» lautet die Antwort der Componentware bzw. des Component Based Developement auf die Frage: Software individuell entwickeln oder Standardsoftware kaufen? Standardbausteine werden zur kostengünstigen Individuallösung kombiniert.

  4. Die Komponententechnologie macht Entscheidungen bei der Einführung von Softwarelösungen leichter: Die Entwicklung neuer Software lohnt sich nur mehr bei Aussicht auf entscheidende Wettbewerbsvorteile; andernfalls werden fertige Komponenten eingesetzt.

  5. Komponenten werden künftig im gesamten Lebenszyklus einer Anwendung zum Einsatz kommen. Der einfache Austausch fehlerhafter oder veralteter Komponenten ist dabei von zentraler Bedeutung.

  6. Die Komponententechnologie minimiert den Anteil der eigentlichen Programmierung am Gesamtaufwand der Entwicklung - eine wesentliche Voraussetzung für die kostengünstige Produktion von Individuallösungen und Standardisierung von Teillösungen in Komponentenform.

  7. Component Based Development strukturiert den Entwicklungsprozeß von Softwarelösungen neu - Der Anwender kann als Komponentenmontierer gleichzeitig Entwickler sein. In dieser Funktion wird er sich unbelastet von programmtechnischen Details vermehrt auf die zu implementierende Geschäftslogik und deren optimalen Ablauf konzentrieren können. So wird Software zunehmend mehr zur Lösung eines Problems beitragen, als selbst ein Problem zu sein.

  8. Die vier wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg der Komponententechnologie sind:
    - Ein reichhaltiger Komponentenmarkt
    - Die einfache Einbindung gekaufter Komponenten in Individualsoftware
    - Werkzeuge zur Erstellung und Einbindung von Komponenten
    - Ausgereifte und verfügbare Standards

  9. Die einfache Montage der einzelnen Bausteine ist entscheidend für eine weitreichende Verbreitung der Komponententechnologie - eine visuelle, d.h. grafisch orientierte Technik ist dazu das Mittel der Wahl.

  10. Visuelle Tools wie VISUAL können Entwicklungen der Komponententechnologie entscheidende Impulse geben.

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